Tchikuma liegt 75 km von Ganda entfernt auf fast 1.800 Metern über dem Meeresspiegel. Die Fahrt von Tchikuma anch Ganda dauert zwischen 3 Stunden und drei Tagen, abhängig vom Wetter, dem Reparaturzustand des Jeeps, den Göttern und ihren Streichen. Von Ganda fährt man noch mal drei Stunden nach Benguela an die Küste und von dort sind es 600 km asphaltierter Strasse bis in die Hauptstadt Luanda. Tchikuma liegt also am Ende der Welt und die wenigsten dort wissen dass die Wirtschaft in Angola boomt, dass das Land reich ist und dass eigentlich allen der zirka 12 Millionen Einwohnern gut gehen könnte, wenn die Reichen sich an die Existenz der Orte wie Tchikuma erinnern würden. Tchikuma ist reich an Wasser und die Erde ist reichhaltig: von Bananen bis Kaffee, von Pfirsichen bis Bohnen, von Mais bis Zuckerrohr wächst hier eigentlich alles. Das wussten die Schweizer Missionare, die vor dem Krieg in Angola hier lebten; das wussten auch die staatlichen Truppen und die Rebellen, die sich hier erbitterte Kämpfe lieferten. Tchikuma wurde zerrüttet hinterlassen, was für die Häuser, die Kirche und die Schule, aber auch für die Herzen und Körper der Menschen gilt. Kaum einer der Männer in Tchikuma trinkt nicht zuviel Bier und lokalen Schnaps um Schreckliches zu vergessen, kaum eine Mutter hat nicht schon ein Kind verloren, kaum ein Kind muss nicht gegen Malaria und Unterernährung kämpfen. Welcher Ort ist also besser als dieser um ein kleines Krankenhaus zu bauen, um zu beginnen den Menschen wieder Kraft und Hoffnung zu geben, um Tchikuma wieder der alten Schönheit zurückzugeben?
Thursday, 15 October 2009
Tchikuma
Tchikuma liegt 75 km von Ganda entfernt auf fast 1.800 Metern über dem Meeresspiegel. Die Fahrt von Tchikuma anch Ganda dauert zwischen 3 Stunden und drei Tagen, abhängig vom Wetter, dem Reparaturzustand des Jeeps, den Göttern und ihren Streichen. Von Ganda fährt man noch mal drei Stunden nach Benguela an die Küste und von dort sind es 600 km asphaltierter Strasse bis in die Hauptstadt Luanda. Tchikuma liegt also am Ende der Welt und die wenigsten dort wissen dass die Wirtschaft in Angola boomt, dass das Land reich ist und dass eigentlich allen der zirka 12 Millionen Einwohnern gut gehen könnte, wenn die Reichen sich an die Existenz der Orte wie Tchikuma erinnern würden. Tchikuma ist reich an Wasser und die Erde ist reichhaltig: von Bananen bis Kaffee, von Pfirsichen bis Bohnen, von Mais bis Zuckerrohr wächst hier eigentlich alles. Das wussten die Schweizer Missionare, die vor dem Krieg in Angola hier lebten; das wussten auch die staatlichen Truppen und die Rebellen, die sich hier erbitterte Kämpfe lieferten. Tchikuma wurde zerrüttet hinterlassen, was für die Häuser, die Kirche und die Schule, aber auch für die Herzen und Körper der Menschen gilt. Kaum einer der Männer in Tchikuma trinkt nicht zuviel Bier und lokalen Schnaps um Schreckliches zu vergessen, kaum eine Mutter hat nicht schon ein Kind verloren, kaum ein Kind muss nicht gegen Malaria und Unterernährung kämpfen. Welcher Ort ist also besser als dieser um ein kleines Krankenhaus zu bauen, um zu beginnen den Menschen wieder Kraft und Hoffnung zu geben, um Tchikuma wieder der alten Schönheit zurückzugeben?
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