In Luanda werden Hotels gebaut. Nicht nur irgendwelche Hotels, sondern Riesengebäude, mit Geschäften, Restaurants, Kinos. Ausserdem Strassen, Hochhäuser, Shopping Centre, Bürogebäude. Der Krieg ist vorbei, der Ölhandel boomt, der Reichtum glitzert und glänzt zwischen den Müllhalden. Denn Luanda ist auch eine der schmutzigsten Städte der Welt: 4 Millionen Menschen häufen sich auf und um die Hügel, die eigentlich nur für etwa 400.000 Einwohner gedacht waren. Abwässer werden direkt ins Meer gespült und rinnen an den Bordsteinen herunter. Obwohl es in den neune Vierteln sogar Tonnen für Mülltrennung gibt, sind alle anderen „bairros“ sich selbst überlassen, was meist bedeutet dass sich Müll an den Hauswänden türmt und dort verrottet. Erstaunlich ist es da nicht dass jährlich eine Choleraepidemie ausbricht und viele Tote fordert. Irgendetwas ist an dieser hektischen, unordentlichen, dreckigen Stadt jedoch faszinierend: man fragt sich wie es hier in etwa 10 Jahren aussehen wird. Wird der unkontrollierte Wachstum wirklich für alle von Vorteil sein? Auch für die Bewohner in den Armenviertel, sowie die im Rest des Landes? Wird die nächste Generation die Möglichkeit haben in einer etwas ruhigeren Stadt aufzuwachsen und nicht an Infektionen und Hygienemangel sterben? Die Herausforderung ist enorm und es ist nicht immer einfach auf wirklich positive Resultate zu hoffen…
Sunday, 11 October 2009
Wiederaufbau
In Luanda werden Hotels gebaut. Nicht nur irgendwelche Hotels, sondern Riesengebäude, mit Geschäften, Restaurants, Kinos. Ausserdem Strassen, Hochhäuser, Shopping Centre, Bürogebäude. Der Krieg ist vorbei, der Ölhandel boomt, der Reichtum glitzert und glänzt zwischen den Müllhalden. Denn Luanda ist auch eine der schmutzigsten Städte der Welt: 4 Millionen Menschen häufen sich auf und um die Hügel, die eigentlich nur für etwa 400.000 Einwohner gedacht waren. Abwässer werden direkt ins Meer gespült und rinnen an den Bordsteinen herunter. Obwohl es in den neune Vierteln sogar Tonnen für Mülltrennung gibt, sind alle anderen „bairros“ sich selbst überlassen, was meist bedeutet dass sich Müll an den Hauswänden türmt und dort verrottet. Erstaunlich ist es da nicht dass jährlich eine Choleraepidemie ausbricht und viele Tote fordert. Irgendetwas ist an dieser hektischen, unordentlichen, dreckigen Stadt jedoch faszinierend: man fragt sich wie es hier in etwa 10 Jahren aussehen wird. Wird der unkontrollierte Wachstum wirklich für alle von Vorteil sein? Auch für die Bewohner in den Armenviertel, sowie die im Rest des Landes? Wird die nächste Generation die Möglichkeit haben in einer etwas ruhigeren Stadt aufzuwachsen und nicht an Infektionen und Hygienemangel sterben? Die Herausforderung ist enorm und es ist nicht immer einfach auf wirklich positive Resultate zu hoffen…
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